Sex in Schwangerschaft & Stillzeit

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Hormonschwankungen in der Schwangerschaft können horrende Wechsel zwischen euphorischen Tiefs und bodenlosen Tiefs auslösen. Zwar ist es erst nach geraumer Zeit sichtbar, doch finden im Körper der Frau während der Frühschwangerschaft eine enorme Menge an Veränderungen statt. Die Hormone spielen verrückt und so brechen Frauen, die gerade schwanger geworden sind, häufig mal in Tränen aus. Ganz lapidare Dinge oder TV-Szenen, die sonst allerhöchstens ein müdes Lächeln verursacht hätten werden mit reichlich Tränen begossen. Der niedliche Welpen aus der Hundefutter-Werbung kann da ganze Meereswogen auslösen. Schwanger sein und Weinen sind eben häufige Partner.

 

Angst vor Risiken in der Schwangerschaft

Doch auch die Angst vor Risiken in der Schwangerschaft kann emotional belasten. Wird mein Kind gesund sein? Wie kann mein Verhalten die Gesundheit meines Babys negativ belasten? Hätte ich doch vorher mit dem Rauchen aufhören sollen? Auch Angst vor der Geburt kann die Vorfreude auf das Kind stark mindern. Die vielen Berichte über schmerzhafte und langwierige Stunden bereiten vielen werdenden Müttern schlaflose Nächte. Hier sollten Sie mit Ihrem Partner oder einer guten Freundin/einem guten Freund über Ihre Ängste reden. Besonders Hebammen können hier als Spezialistinnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie kennen die Sorgen werdender Mütter und haben in den meisten Fällen unschlagbare Tipps in petto.

 

Sex in der Schwangerschaft

Sex in der Schwangerschaft kann eines dieser Themen sein. Die Hormonschwankungen einer Schwangerschaft sowie die körperlichen Veränderungen können die Libido der werdenden Mutter drücken – dies muss aber nicht der Fall sein. Nicht minder viele schwangere Frauen verspüren ein gesteigertes Lustempfinden. Woran dies liegt , kann leider nicht gesagt werden, doch liegt es nahe, dass Hormone der Schwangerschaft hier der Grund sind. Es wird vermutet, dass der weibliche Zyklus die Libido der Frau steuert und das sexuelle Verlangen um die Zeit des Eisprungs herum besonders ansteigt und während der Menstruation sinkt. Frauen, die um den Zeitpunkt des Eisprungs besonders häufig Sex haben, können dieser Theorie nach ihr Lustempfinden sogar steigern. Doch kann dies nicht pauschal angewandt werden. So steigt bei vielen Frauen gerade während der Periode das sexuelle Verlangen an – wie auch der Menstruationszyklus mit Hormonschwankungen einher geht. Menschen sind eben auch in diesem Punkt ganz individuell. Doch können gerade in Punkto Libido psychische Blockaden hier einiges erschweren. Die Angst, durch penetrativen Geschlechtsverkehr dem Kind zu schaden, ist weit verbreitet (im Übrigen auch häufig bei Männern). Liegt nicht gerade eine Problemschwangerschaft vor, besteht keine Gefahr. So erleiden schwangere Frauen, die weiterhin Sex in der Schwangerschaft haben und diesen genießen statistisch gesehen weniger Fehlgeburten! Und dem Kind geht es sogar besonders gut, denn die ausgelösten Endorphine gehen vom Körper der Mutter auf das Kind über.

 

Sex nach der Schwangerschaft / in der Stillzeit

Libidoverlust nach der Geburt kommt nicht selten vor. Die Anstrengungen nach der Geburt bedürfen einer Ruhephase, welche ganz individuell ausfallen kann. Je nachdem wie belastend die Geburt war, desto länger kann diese ausfallen und sich in verminderter sexueller Lust ausdrücken. Weiter mindert das Stillhormon Prolaktin das sexuelle Verlangen der Frau. Auch macht der veränderte Körper vielen frischgebackenen Mamas zu schaffen. Der Bauch ist schlaff, die Brüste sind voller Milch, die Milch schießt in denkbar ungünstigen Situationen ein, das ein oder andere Extrakilo will nicht weggehen … oftmals kommen einfach viele Dinge in den ersten Monaten nach einer Geburt zusammen. Und dann ist da auch noch die neue Verantwortung, die mit dem neuen Familienmitglied eingezogen ist. Das Leben hat sich verändert und so auch oftmals die Lust. Die Dauer dieser Phase ist unterschiedlich und kann bis zu einem Jahr dauern. Auch hier kann nur dazu geraten werden, dies zu thematisieren und zu versuchen, sich gegenseitig zu verstehen um einen gemeinsamen Weg zu finden.

 

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